In 2015 haben wir die Querverbindung von Lourdes nach Jaca und zum Kloster Jan Juan de la Pena ausprobiert. Zur Sortierung der Posts habe ich den Kalender genutzt. Dieser gewährleistet die korrekte Reihenfolge der Route.
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GR108 17.08.2015 Richtung Col des Moines
17.08.2015 Col des Moines
Kurz bevor wir hier waren, kam uns eine spanische Familie entgegen, das junge Mädchen blieb stehen, blickte ins Tal und blieb stehen vor Erstaunen. Sie sagte nur WOW!
Wir waren an die fantastische Aussicht schon gewöhnt.
An dieser Stelle endet der GR108 und damit jede Ausschilderung Richtung Somport. Wir haben noch einen halben Tag und ca. 6 km vor uns.
17.08.2015 Streckenverlauf
Der Flyer von www.astun.com gibt ganz gut unsere Strecke wieder, die nicht Teil des Jakobsweges ist, weil es die Refuge d'Ayous im Mittelalter noch nicht gab. Damals liefen die Pilger die direkte Verbindung, die in der zweiten Karte abgebildet ist. Da uns die Strecke mit 21 km und gewaltigen Steigungen zu lang erscheint, machen wir den Umweg über den Lac Gentau, wo wir Zwischenstation machen können. Wir laufen die angegebene Wanderstrecke: Lac de Bious Artigues, Lac Miey, Lac Gentau (Refuge d'Ayous), Lac Bersau, Pico de los Monjes, Ibón de Escalar, den mit Kugelschreiber eingetragenen Serpentinenweg nach Astun.
Bis zum Lac Gentau haben wir den GR10 als Wegmarkierung, ab da bis kurz hinter dem Lac Bersau gibt es keine Ausschilderung, ungefähr beim Lac Casterau treffen wir wieder auf den GR108 bis zum Col des Moines, ab da fehlt die Wegmarkierung bis Somport.
Die zweite Karte gibt eine andere Strecke an, diese ist zwar kürzer, dennoch sind wir sicher, wenn die Pilger im Mittelalter die Unterkunft in Ayous gehabt hätten, wären sie auch diesen Umweg gegangen, denn schon Aimery Picaud hat geschrieben, daß man beim Pyrenäenübergang das Gefühl hat, den Himmel anfassen zu können, wir wollten uns davon keine Minute entgehen lassen.
Beim Col des Moines endet der GR108 und damit auch die am wenigsten heute noch bekannte Strecke über die Pyrenäen. Weiter führt uns der GR108 Camino Aragón. Schon im Mittelalter wurden andere Übergänge beliebter, weil dieser hier als zu gefährlich galt und als "glissante" beschrieben wurde. Selbst den meißten Jakobuspilgern aus Spaniern ist unbekannt, daß es diesen heute wieder ausgeschilderten Übergang gibt.
Bis zum Lac Gentau haben wir den GR10 als Wegmarkierung, ab da bis kurz hinter dem Lac Bersau gibt es keine Ausschilderung, ungefähr beim Lac Casterau treffen wir wieder auf den GR108 bis zum Col des Moines, ab da fehlt die Wegmarkierung bis Somport.
Die zweite Karte gibt eine andere Strecke an, diese ist zwar kürzer, dennoch sind wir sicher, wenn die Pilger im Mittelalter die Unterkunft in Ayous gehabt hätten, wären sie auch diesen Umweg gegangen, denn schon Aimery Picaud hat geschrieben, daß man beim Pyrenäenübergang das Gefühl hat, den Himmel anfassen zu können, wir wollten uns davon keine Minute entgehen lassen.
Beim Col des Moines endet der GR108 und damit auch die am wenigsten heute noch bekannte Strecke über die Pyrenäen. Weiter führt uns der GR108 Camino Aragón. Schon im Mittelalter wurden andere Übergänge beliebter, weil dieser hier als zu gefährlich galt und als "glissante" beschrieben wurde. Selbst den meißten Jakobuspilgern aus Spaniern ist unbekannt, daß es diesen heute wieder ausgeschilderten Übergang gibt.
GR10 und GR108 16.08.2015 von Gabas in den Nationalpark
Als ich den Topo-Guide für die Recherche für diesen Weg bestellt hatte, habe ich nicht damit gerechnet, dort gleich drei Übergänge über die Gebirgskette zu finden. Umso erfreuter war ich , als ich feststellte, dort die Beschreibung und die Karten über die Strecke zum Col des Moines zu finden. Bis dahin wußte ich nicht, daß diese Strecke schon zum Wegenetz der Jakobspilger in unserer heutigen Zeit gehört, denn auf den Pilgerausweisen ist dieser Übergang nicht eingezeichnet.
Hinter Gabas gabelt sich der GR108 Richtung Col des Moines und der GR108 Richtung Col de Peyrelue zur Port Vieux de Sallent. Dieser Weg führt weiter über Portalet, Formigal, Sallent, Lanuza, Panticosa, Pueyo de Jaca, Hoz de Jaca, Biescas, Oliván, Sabiñánigo nach Jaca, wo beide Wege wieder zusammenkommen. Über diese Alternative fehlt uns heute noch jede Menge an Information ab der spanischen Grenze, in Jaca konnten wir nur eine Übersichtskarte finden. Das war auch gut so, denn ansonsten hätten wir uns wegen der geringeren Steigung für die Strecke über Sallent entschieden.
GR108 15.08.2015 Goust bis Gabas
Unterwegs werden wir immer wieder gewarnt, im Ossau baden zu gehen, dieser könne in sekundenschnelle etliche Meter ansteigen. Uns ist sowieso nicht nach Baden zumute, außerdem ist der Fluss zu reißend und die Böschung zu steil.
Die Wege sind steinig, steil und glitschig und gehören zumindest für mich zu den schönsten Strecken, die nur noch durch den Nationalpark übertroffen wurden.
Die Wege sind steinig, steil und glitschig und gehören zumindest für mich zu den schönsten Strecken, die nur noch durch den Nationalpark übertroffen wurden.
GR108 15.08.2015 Eaux-Chaudes bis Gabas
Unsere heutige Etappe von Eaux-Chaudes über Goust nach Gabas ist nur 10 km lang. Das hört sich wenig an, dafür war der Weg umso schöner. Wir haben fast den ganzen Tag den Ossau neben oder weit unter uns gelassen. Heute morgen lag das Dorf wieder in einer Wolke, aber je höher wir kamen, desto trockener wurde es.
Der Weg heute war wieder glitschig, so daß wir sehr auf den Weg achten mussten. Einige Male ging es wieder unter umgefallenen Bäumen hinweg, Tina musste sogar einmal ihren Rucksack absetzen und mir über den Baum anreichen.
Einmal haben wir uns verlaufen, das erste mal weil und das auch nur, wir uns zu sehr auf den Weg konzentriert hatten.
Der Weg heute war wieder glitschig, so daß wir sehr auf den Weg achten mussten. Einige Male ging es wieder unter umgefallenen Bäumen hinweg, Tina musste sogar einmal ihren Rucksack absetzen und mir über den Baum anreichen.
Einmal haben wir uns verlaufen, das erste mal weil und das auch nur, wir uns zu sehr auf den Weg konzentriert hatten.
GR108 15.08.2015 Eaux-Chaudes bis Gabas
Der Fluss kreuzt manchmal unseren Weg und ich habe die Überquerung auf dem Hosenboden vollzogen und andere Male haben wir wieder die Hände zur Hilfe genommen.
Irgendwie ist es mir unterwegs gelungen, die Bindung meiner Wanderstöcke zu reparieren, als ich endlich verstanden hatte, daß sie wie Dübel funktionieren und einfach nur überdreht waren. Das ist auch gut so, denn die Stöckchen hier sind unsere Lebensversicherung.
Seit dem Abzweig auf den GR108 begleitet uns die Jakobsmuschel auf blauem Grund und ist noch sehr gut erhalten. Die neue blau-gelbe Markierung in Streifen ist auch manchmal zu sehen, die wir dieses Jahr das erste mal auf dem Jakobsweg in Frankreich finden.
GR108 15.08.2015 Eaux-Chaudes bis Gabas
Zwar wußten wir vorher schon, daß dieser Weg schön ist, aber auf solch märchenhafte Wege waren wir nicht gefaßt. Der Ossau kommt wie ein Wasserfall den Berg herunter, schäumt und macht ein irres Getöse, welches so laut wie eine Autobahn ist.
Wir sind froh, uns so kurze Etappen gesteckt zu haben. Für erfahrene, sportliche Bergwanderer mag das vielleicht langweilig klingen, aber wir bleiben an jeder Ecke stehen, verschnaufen und machen Fotos. Und das ist auch gut so.
Es wäre schade, an diesem schönen Fleckchen Erde vorbei zu hetzen und über Landstraßen abzukürzen, was sicherlich möglich wäre, denn die Wegweiser für Autofahrer zeigen weniger Kilometer bis zum Dorf an, als unser Wanderführer angibt.
Inzwischen ist sogar Tina der Meinung, die Straße auslassen zu müssen, obwohl für sie die Bergpfade anstrengender sind als für mich. Dafür rennt sie mir auf Straßen im wahrsten Sinne des Wortes davon, während meine Füße auf dem Asphalt kleben bleiben. Morgen haben wir die schwierigste Etappe und dann geht es schon fast wieder bergab.
GR 108 15.08.15 Gabas
Hinter unserem Hotel zeigen sich gerade die letzten Sonnenstrahlen des Tages hinter einer Wolke und hinter den Bergen, als wir wieder aus der kleinen Kapelle kommen.
Wie gut, daß wir hier von Laruns aus reserviert haben, so wie es uns in der Tourist-Info geraten wurde. Das Hotel ist voll und das, obwohl gleich zwei unmittelbar neben einander liegen.
Morgen machen wir uns auf den Weg nach Ayous, bis jetzt konnten wir uns immer noch nicht entscheiden, ob wir den Weg über "Col des Moines" oder den Weg über "Col de Peyrelue" nehmen. Die Wirtin hat uns endgültig von dem GR108 über den Col des Moines überzeugt. Sie meinte, der andere (GR108A) führt nur an der Straße entlang und wäre langweilig. Im Hotel ist auch eine Familie mit Kindern, die wahrscheinlich auf dem GR10 sind und wir denken, wenn die das schaffen können wir das auch.
Ein Blick in unsere topografische Karte zeigt uns, daß der Weg zum Refuge d'Ayous gar kein großer Umweg ist, wenn wir uns für zwei Tage vom GR108 trennen und den Rundwanderweg durch den Park nehmen, der uns dann irgendwann wieder auf den GR108 bringt. Wir bitten die Wirtin, für uns in Ayous anzurufen und zu fragen, ob dort Platz für uns ist.
Nein, die Refuge ist voll belegt, aber wir haben Glück, denn Abendessen dürfen wir dort und auf dem Campingplatz unser Zelt aufstellen.
| Gabas Hotel Vignau |
| Karte der zwei Wegalternativen seit dem 12. JH bis zur spanischen Grenze |
Wie gut, daß wir hier von Laruns aus reserviert haben, so wie es uns in der Tourist-Info geraten wurde. Das Hotel ist voll und das, obwohl gleich zwei unmittelbar neben einander liegen.
Morgen machen wir uns auf den Weg nach Ayous, bis jetzt konnten wir uns immer noch nicht entscheiden, ob wir den Weg über "Col des Moines" oder den Weg über "Col de Peyrelue" nehmen. Die Wirtin hat uns endgültig von dem GR108 über den Col des Moines überzeugt. Sie meinte, der andere (GR108A) führt nur an der Straße entlang und wäre langweilig. Im Hotel ist auch eine Familie mit Kindern, die wahrscheinlich auf dem GR10 sind und wir denken, wenn die das schaffen können wir das auch.
Ein Blick in unsere topografische Karte zeigt uns, daß der Weg zum Refuge d'Ayous gar kein großer Umweg ist, wenn wir uns für zwei Tage vom GR108 trennen und den Rundwanderweg durch den Park nehmen, der uns dann irgendwann wieder auf den GR108 bringt. Wir bitten die Wirtin, für uns in Ayous anzurufen und zu fragen, ob dort Platz für uns ist.
Nein, die Refuge ist voll belegt, aber wir haben Glück, denn Abendessen dürfen wir dort und auf dem Campingplatz unser Zelt aufstellen.
GR108 15.08.2015 Gabas
Im 12. JH., genauer gesagt seit dem Jahr 1120 war diese kleine Kapelle in Gabas der letzte Ort vor der Überquerung der Bergkette, die als gefährlich galt. Dort wurden die Pilger von den Mönchen aus Sainte Christine du Somport abgeholt um sie über die Berge zu führen.
Hier hielten die Pilger ihre Andacht und beteten für ihre sichere Überquerung der Pyrenäen.
14.08.2015 GR108 Louvie-Juzon bis Eaux-Chaudes
Heute morgen mußten wir unsere Regencapes auspacken und Tina gelingt es, mich von der Straße zu überzeugen. Die Wege auf dem GR sind einfach zu glitschig für meine Schuhe. Tina hat damit weniger Probleme, ihre Sohlen sind besser als meine. Ich hatte mir voher meine Schuhe von meinem Schuster neu besohlen lassen und der hat scheinbar keine Ahnung von französischen Weitwanderwegen.
Ab Luvie-Luzon sehen wir immer öfter die Jakobsmuschel und auch der blau-gelbe Streifen zeigt uns an, wo der Jakobsweg vom GR abweicht. Der Jakobsweg wählt eher die leichtere Variante als der GR und eine exakte Beschreibung zur Beschilderung habe ich gerade entdeckt, als ich für das nächste Jahr nach Informationen für einen anderen Weg recherchiert habe. Die Ausschilderung wird als "Balisage" bezeichnet.
Ab Luvie-Luzon sehen wir immer öfter die Jakobsmuschel und auch der blau-gelbe Streifen zeigt uns an, wo der Jakobsweg vom GR abweicht. Der Jakobsweg wählt eher die leichtere Variante als der GR und eine exakte Beschreibung zur Beschilderung habe ich gerade entdeckt, als ich für das nächste Jahr nach Informationen für einen anderen Weg recherchiert habe. Die Ausschilderung wird als "Balisage" bezeichnet.
GR108 14.08.2015 Louvie-Juzon bis Eaux-Chaudes
Bis zur Mittagspause waren wir in einer Wolke, erst in Laruns wurde das Wetter besser, deshalb blieben wir bei der gelb-blauen Markierung und damit auf der geteerten Straße. Die letzten 5 km hinter Laruns waren bis jetzt die schönsten, aber auch die schwierigsten. Es ging über eine hohe Brücke über den Fluss, der reißend unter uns durchfloss und die Steigung hat uns gereicht.
Tina hatte einige Male ordentlich Schwierigkeiten mit ihrer Puste und ich mit den glitschigen, bemoosten Steinen, es ging einige Male unter umgestürzten Bäumen hindurch oder darüber hinweg, hier mussten wir das erste mal den Rucksack absetzen.
An einer Stelle konnten wir den Weg nur erahnen und an anderer Stelle waren wir froh, daß wir uns dort durch ein Seil absichern konnten. Kurz vor Eaux-Chaudes ist der Weg so steil und glitschig, daß ich nur auf allen vieren vorankam, trotz aller Bedenken hatte Tina keine derartigen Probleme.
Tina hatte einige Male ordentlich Schwierigkeiten mit ihrer Puste und ich mit den glitschigen, bemoosten Steinen, es ging einige Male unter umgestürzten Bäumen hindurch oder darüber hinweg, hier mussten wir das erste mal den Rucksack absetzen.
An einer Stelle konnten wir den Weg nur erahnen und an anderer Stelle waren wir froh, daß wir uns dort durch ein Seil absichern konnten. Kurz vor Eaux-Chaudes ist der Weg so steil und glitschig, daß ich nur auf allen vieren vorankam, trotz aller Bedenken hatte Tina keine derartigen Probleme.
GR108 14.08.2015 Louvie-Juzon bis Eaux-Chaudes
Die letzten Kilometer bis Eaux-Chaudes waren bisher die schönsten, aber auch die schwierigsten. Es ging über eine (hohe) Brücke über den Fluß, der reißend unter uns durchfloss. Die Steigung hat uns heute schon gereicht. Es ging einige Male unter umgestürzten Bäumen entlang, durch deren Baumkronen wir durchklettern mussten und an einer anderen Stelle konnten wir den Weg nur erahnen.
An einer anderen Stelle waren wir froh, daß wir uns durch ein Seil absichern konnten, welches am Hang für diesen Zweck befestigt war und kurz vor Eaux-Chaudes war der Weg so steil und glitschig, daß ich nur auf allen Vieren vorankam.
Trotz allem sind wir pünktlich vor 16:00 Uhr angekommen.
An einer anderen Stelle waren wir froh, daß wir uns durch ein Seil absichern konnten, welches am Hang für diesen Zweck befestigt war und kurz vor Eaux-Chaudes war der Weg so steil und glitschig, daß ich nur auf allen Vieren vorankam.
Trotz allem sind wir pünktlich vor 16:00 Uhr angekommen.
GR108 14.08.2015 Louvie-Juzon bis Eaux-Chaudes
Unsere Dörfer unterwegs waren:
Louvie-Juzon bis Ribalore (Comune d'Iseste) 3 km
Iseste bis l'Ayguelade und bis Béon 4,5 km
Béon bis Aste und weiter bis Laruns ca 5 km
GR108 14.08.2015 Aste-Béon bis Laruns
In Aste-Béon müssen wir unsere Regencapes wieder auspacken, es fängt an zu nieseln, aber das stört uns kaum. Es war zwar morgens bis ca. 11:00 nebelig und manchmal nieselte es, aber dicke Regentropfen haben wir nicht abbekommen. Dafür fühlten wir uns wie im Märchen, weil alles um uns herum dick mit Moos bewachsen war. Leider rutschten meine Schuhe auf diesen Wegen immer wieder weg, ich musste auf jeden Schritt aufpassen, um nicht umzuknicken.
Tina nutzte ihre Verschnaufspausen um Brombeeren zu naschen. Übrigens ist dieser Weg sowieso ein kulinarisches Erlebnis für unsere norddeutschen Gaumen. Das viele frische Obst, insbesondere die Pfirsiche und Nektarinen haben uns bis Louvie-Juzon begeistert und im Vallée d'Ossau wuchsen uns die Brombeeren quasi in den Mund.
Tina nutzte ihre Verschnaufspausen um Brombeeren zu naschen. Übrigens ist dieser Weg sowieso ein kulinarisches Erlebnis für unsere norddeutschen Gaumen. Das viele frische Obst, insbesondere die Pfirsiche und Nektarinen haben uns bis Louvie-Juzon begeistert und im Vallée d'Ossau wuchsen uns die Brombeeren quasi in den Mund.
GR108 14.08.2015 Laruns bis Eaux-Chaudes
Die Dörfer hier auf dieser Strecke hören sich alle gleich an, anfangs habe ich Assouste immer mit Artouste verwechselt, Béost, Béon und Béan konnte ich gar nicht zuordnen.
Glücklicherweise konnten wir in Laruns in der Tourist-Information ein Pilgerzimmer im Hotel von Eaux-Chaudes buchen und haben gleich in Gabas ein Hotelzimmer reserviert.
In Eaux-Chaudes stellte sich heraus, dass beide "Herbergseltern" verwandt oder zumindest befreundet sind. Leider konnten wir nicht alles verstehen, was uns unterwegs so alles erzählt wurde.
Glücklicherweise konnten wir in Laruns in der Tourist-Information ein Pilgerzimmer im Hotel von Eaux-Chaudes buchen und haben gleich in Gabas ein Hotelzimmer reserviert.
In Eaux-Chaudes stellte sich heraus, dass beide "Herbergseltern" verwandt oder zumindest befreundet sind. Leider konnten wir nicht alles verstehen, was uns unterwegs so alles erzählt wurde.
GR108 14.08.2015 Eaux-Chaudes
Heute geben wir alles wieder aus, was wir bisher an Übernachtungskosten eingespart haben. Bisher konnten wir in Kirchengemeinden übernachten und hatten dementsprechend wenig Ausgaben, aber hier in Eaux-Chaudes hatten wir zwar ein Pilgerpreis, aber Supermarkt zur Selbstversorgung oder andere Einkaufsmöglichkeiten gibt es nicht.
Von dem heißem Wasser, welches durch den Ortsnamen uns versprochen wurde, hatten wir leider nichts. Es gibt zwar ein Kurbad, welches aber nicht geöffnet hatte. Insgesamt sieht der Ort etwas verfallen aus, wie ein übrig gebliebenes Kurbad aus dem letzten Jahrhundert, welches man vergessen hat.
GR78 und GR 108 13.08.2015 Mifaget bis Louvie-Juzon
| mein letztes Foto vom GR 78 |
| mein erstes Foto vom GR 108 |
Der GR 108 ist noch schöner als der GR 78 und ich muss Tina davon überzeugen, nicht über die Straße abzukürzen. Sie macht sich ordentlich Sorgen wegen der Höhenmeter und für mich ist die Teerstrasse die Hölle. Obwohl meine Trekkingstöcke fast durchbrechen, weil die Bindung kapputt ist.
Heute haben wir die ersten Postkarten geschrieben, allerdings zuwenig Porto draufgeklebt. Das bemerkten wir aber erst zwei Tage später, unsere Karten waren schon längst im Briefkasten.Die Dörfer bestehen hier aus einem Kiosk mit angeschlossener Bar, einem Bäcker und einer Kirche, manchmal kommt noch eine Bushaltestelle hinzu.
Bis jetzt gibt es mehr Herbergen als erwartet, unterwegs haben wir immer wieder die "Gîtes de France" ausgelassen, die auch nicht in unserer Beschreibung stehen. Bis jetzt hätte ich mein Zelt sehr gut zu Hause lassen können.
Nach einer kurzen Mahlzeit im Dorf konnten wir sogar in der Kirchenherberge duschen! Ein kleiner Rundgang zeigte uns, daß Arudy in unmittelbarer Nachbarschaft von Louvie-Juzon liegt.
Kurz vor Louvie-Juzon ist der Abweig zum Voie d'Ossau GR108, allerdings scheint es noch eine zweite Verbindung zum GR78 zu geben, denn am folgenden Tag sehen wir noch einen Wegweiser, der nach Arudy zum GR78 zeigt.
GR108 13.08.2015 Louvie-Juzon
Vielleicht täuscht mich mein Gedächtnis auch, aber demnach ist das die Kirche, vor der wir uns über eine Stunde herumgetrieben haben bis wir jemanden gefunden hatten, der uns mit Trinkwasser aushelfen konnte.
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