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GR108 15.08.2015 Eaux-Chaudes bis Gabas


Zwar wußten wir vorher schon, daß dieser Weg schön ist, aber auf solch märchenhafte Wege waren wir nicht gefaßt. Der Ossau kommt wie ein Wasserfall den Berg herunter, schäumt und macht ein irres Getöse, welches so laut wie eine Autobahn ist.

Wir sind froh, uns so kurze Etappen gesteckt zu haben. Für erfahrene, sportliche Bergwanderer mag das vielleicht langweilig klingen, aber wir bleiben an jeder Ecke stehen, verschnaufen und machen Fotos. Und das ist auch gut so.

Es wäre schade, an diesem schönen Fleckchen Erde vorbei zu hetzen und über Landstraßen abzukürzen, was sicherlich möglich wäre, denn die Wegweiser für Autofahrer zeigen weniger Kilometer bis zum Dorf an, als unser Wanderführer angibt.

Inzwischen ist sogar Tina der Meinung, die Straße auslassen zu müssen, obwohl für sie die Bergpfade anstrengender sind als für mich. Dafür rennt sie mir auf Straßen im wahrsten Sinne des Wortes davon, während meine Füße auf dem Asphalt kleben bleiben. Morgen haben wir die schwierigste Etappe und dann geht es schon fast wieder bergab.

GR78 12.08.2015 Lestelle-Bétharram Richtung Asson


 Oben beim Kreuzweg finden wir wieder ein kleines Steinmännchen, welches uns den Weg weist. Sehr gut - die rot.weiße Markierung hätten wir sonst übersehen. Hinter dem Gebäude führt uns der  Weg weiter durch den Wald.
An dieser Stelle weiß ich noch, wo ich das Foto gemacht habe. Für andere Fotos bin ich aber auf das Speicherdatum angewiesen und mit Hilfe meines Tagebuches kann ich dann nachsehen, auf welcher Etappe welches Foto entstanden ist. Trotzdem gelingt es mir nicht immer, genau die Zuordnung zu treffen. Dafür haben wir einfach zuviele interessante Eindrücke gewonnen.

GR78 11.08.2015 zwischen Saint-Pé-de-Bigorre und Lestelle Bétharram

 Steinmännchen begleiten unseren Weg und zeigen uns an, daß wir noch richtig sind. Außerdem: Sie sagen uns, daß hier jemand wohnt, der vom Camino ebenso begeistert ist wie wir.

Diese tausendjährige Tradition der Wegemarkierung wird auf dem Jakobsweg überall noch immer gepflegt. Insbesondere auf Strecken, an denen die Markierung fehlt, sind diese Wegweiser für uns Weitwanderer aus der Ferne ein schönes Willkommenszeichen.

GR108 Streckenbeschreibung nach Arudy bis Somport ohne Garantie

Herbergen und Gesamtübersicht

Arudy bis Laruns

Laruns bis Gabas mit Abzweig zum GR108A Richtung Fabrèges und Formigal - werde ich sicherlich irgendwann mal testen.

von Gabas bis Somport mit Blick auf den Pic du Midi

Übersicht

Die Varianten sind etwas schwierig darzustellen, insbesondere mit einem Programm, welches ständig zusammenbricht. Für die Beschreibungen gebe ich keine Garantie, außerdem kann ich nur wiederholt auf den ffrandonnee hinweisen, der den entsprechenden Topo-Guide im Programm hat.

Allerdings endet jede Beschreibung an der französisch-spanischen Grenze, die übrigens durch einen Schafszaun markiert ist. Ab dort gibt es auch keine rot-weiße Markierung mehr und auch keine Jakobsmuschel als Hinweis. Allerdings: die Steinmännchen weisen uns den Weg, auch wenn nicht genug davon da sind.